Craps: Grundlagen des Würfelspiels
Die Spielmechanik von Craps – rein informativ erklärt
Hinweis: Craps ist ein Casinospiel, bei dem mit echtem Geld gespielt wird. Es sollte ausschließlich dort gespielt werden, wo Glücksspiel gesetzlich erlaubt ist. Diese Seite erklärt die Spielmechanik rein informativ und zu Bildungszwecken. Links zu Online-Casinos oder Glücksspielangeboten findest du hier nicht.
Was ist Craps?
Craps ist eines der bekanntesten Casino-Würfelspiele der Welt und hat seinen Ursprung im nordamerikanischen Raum des 19. Jahrhunderts. Das Spiel wird mit zwei sechsseitigen Würfeln gespielt und ist bekannt für sein lebhaftes Spielgefühl: Alle Anwesenden am Tisch können auf den Würfelwurf des sogenannten Shooters setzen, was für eine besondere Gemeinschaftsatmosphäre sorgt. Die Spielmechanik folgt klaren Regeln, die sich aus den Wahrscheinlichkeiten der Würfelsummen ergeben.
Der Come-out Roll
Jede neue Spielserie beginnt mit dem Come-out Roll – dem ersten Wurf des Shooters. Das Ergebnis entscheidet, was als nächstes passiert:
- Natural (7 oder 11): Die Pass Line gewinnt sofort. Eine neue Serie beginnt.
- Craps (2, 3 oder 12): Die Pass Line verliert sofort. Eine neue Serie beginnt.
- Jede andere Summe (4, 5, 6, 8, 9 oder 10): Diese Zahl wird zum „Point". Das Spiel geht in die Point-Phase über.
Die Point-Phase
In der Point-Phase würfelt der Shooter weiter, bis er entweder den Point erneut würfelt oder eine 7 erzielt. Würfelt er den Point: Die Pass Line gewinnt, und eine neue Serie beginnt. Würfelt er eine 7 (bekannt als „Seven-Out"): Die Pass Line verliert, und der Würfel geht an den nächsten Spieler. Alle anderen Summen haben in der Point-Phase keine direkte Wirkung auf die Pass Line, können aber durch andere Wettarten relevant sein.
Warum ist die 7 so entscheidend?
Die Antwort liegt in der Mathematik der Würfelwahrscheinlichkeiten. Mit zwei W6 gibt es 36 mögliche Kombinationen. Die Summe 7 kann auf sechs verschiedene Weisen entstehen: 1+6, 2+5, 3+4, 4+3, 5+2, 6+1. Das macht die 7 zur häufigsten Summe – sie fällt mit einer Wahrscheinlichkeit von 6/36, also etwa 16,7 %. Keine andere Summe ist häufiger. Das erklärt, warum Craps-Regeln so stark auf der 7 aufbauen. Eine ausführliche Erklärung aller Würfelwahrscheinlichkeiten findest du auf unserer Seite Wahrscheinlichkeiten beim Würfeln.
Weitere Wettmöglichkeiten
Neben der Pass Line gibt es beim Craps zahlreiche weitere Wettarten: die Don't Pass Line (das Gegenteil der Pass Line), Come Bets, Place Bets auf einzelne Zahlen und sogenannte Proposition Bets mit hohem Risiko. Die meisten dieser Wetten haben für die Spielseite unterschiedliche Hausvorteile. Die Pass Line hat mit rund 1,4 % einen der niedrigsten Hausvorteile aller Casino-Spiele – das macht Craps aus mathematischer Sicht zu einem der fairsten Casinospiele überhaupt.
Craps im Kontext der Würfelgeschichte
Würfelspiele mit ähnlichen Prinzipien – werfe und treffe eine bestimmte Summe – sind seit Jahrtausenden bekannt. Craps selbst leitet sich vom englischen „Crabs" ab, einem alten Begriff für den Wurf zweier Einsen beim Hazard-Spiel im Europa des 18. Jahrhunderts. Das Spiel wurde von Einwanderern nach Nordamerika gebracht und dort weiterentwickelt. Mehr zur Geschichte der Würfel findest du unter Würfelspiele & Wissen. Wer einfach nur Würfel werfen möchte, nutzt unseren Online-Würfelgenerator.
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